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Weil sie sich insbesondere in überregionalen Medien stigmatisiert fühlen, appellieren Haidach-Be­wohner in einem offenen Brief für „mehr Sachlichkeit“, denn ein „mühsam erarbeitetes Miteinander“ werde bedroht und Konflikte wür­den hereingetragen.
In dem Schreiben, das etliche Personen und Institutionen des Stadtteils unterzeichnet haben, wird TV-Teams von ARD und ZDF „schlampige Recherche“ und eine „undifferenzierte Darstellung“ vorgeworfen. So hätten die Repor­ter nur einige wenige Bewohner befragt. Auch sei von 90 Prozent Russlanddeutschen die Rede, ob-wohl der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund lediglich rund 65 Prozent betrage.
Der Begriff „Klein-Moskau“ wirke auf die Deutschen aus Russland „abstoßend“. Alle Integrationsleis­tungen der zurückliegenden Jahr­zehnte würden „geflissentlich ignoriert“.
Gewaltige Schieflage
Persönlichkeiten und Institutionen aus dem Haidach wehren sich in einem offenen Brief gegen die einseitige Darstellung ihres Stadt­teils
„Ob bei Dunja Hayali, Markus Lanz oder sogar in den Tagesthemen - die Strickmuster gleichen sich: Das Kamerateam baut sich vor dem „russischen Laden“ auf, einige wenige Kunden werden interviewt und als Kronzeuge für die Stim­mung im Stadtteil, wird regelmäßig der AfD–Bundestagskandidat bemüht. Das Resultat: Einige unzufriedene Einwohner – wo gibt es diese nicht? – kommen zu Wort. Infiziert durch die angstschürende Stimmungsmache im Zusammen­hang mit der „Flüchtlingskrise“, enttäuscht und verbittert, weil sie so manche unliebsame Erfahrung machen mussten und am eigenen Leib spüren mussten, wie es sich anfühlt als Fremde behandelt und nicht willkommen geheißen zu werden. Zahlen werden in Umlauf gebracht (von 90% Russlanddeut­scher auf dem „Hügel“ ist die Rede), die jeder Grundlage entbeh­ren und jegliche Integrationsleis­tungen der letzten Jahrzehnte werden geflissentlich ignoriert. Auffallend häufig ist von „Klein-Moskau“ die Rede. Eine Bezeich­nung, die auch auf die große Mehr­heit, der auf dem Haidach lebenden Deutschen aus Russland absto­ßend wirkt und im Alltag alles andere als gebräuchlich ist. Er­schreckend bei allen genannten Berichten: Die schlampige Recher­che und undifferenzierte Darstel­lung, die man von unseren Medien – zumal öffentlich-rechtlichen(!) – nicht erwarten sollte.
Dabei hätten nur wenige Klicks im Internet andere Hintergründe ans Tageslicht gefördert. Zum Beispiel dass der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund im Haidach bei ca. 65% liegt und eben nicht bei 90%. Ja, der Großteil der Bevölke­rung mit Migrationshintergrund im Haidach sind in Russland geborene Deutsche, aber es gibt hier auch nicht wenige in Polen oder in Ru­mänien geborene Deutsche, oder Migranten, die keine deutsche Wurzeln haben, ganz zu schweigen von den in Pforzheim geborenen Deutschen, die sich schon seit Jahrzehnten in unserem Sozial­raum wohlfühlen.
Gut, dass es auf dem Haidach auch einen „russischen Laden“ gibt (es gibt übrigens auch einen italie­nischen, gerade ein Stock tie­fer…!). Aber ein bunteres, vielfälti­geres und wirklichkeitsnäheres Bild hätte sich ergeben, wären auch einige Interviews im auch von „Haidachern“ sehr stark frequen­tierten, neuen Einkaufszentrum im Tiergarten geführt worden. Der Wahrheit näher gekommen wäre man aber ohne Zweifel hätte man die Institutionen besucht, die sich schon seit mehreren Jahrzehnten gemeinsam um gelungene Integra­tion bemühen: Bürgerhaus und Elterninitiative, Kirchen und die Schulen mit ihrer Schulsozialarbeit, der Bürgerverein, die KiTas, die Tag für Tag Integrationsarbeit an der Basis leisten, der FSV Bucken­berg und die Landsmannschaften und all die anderen, die das bunte Bild der Sozialraumkonferenz prägen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtjugendring und Plan B (ehemals AG Drogen), die lange und intensiv auf dem Haidach tätig waren, hätten zu einem „runderen Bild“ beitragen können und einiges zum Thema vernetzter Arbeit und Integration erzählen können.
Etwas sorgfältigere Interviews hätten auch ergeben, dass viele in Russland geborene Deutsche, die in den 70er und dann besonders in der zweiten Hälfte der 80er Jahre und in den frühen 90ern zugezogen sind, durchaus nicht vergessen haben, dass ihnen Vorarbeitszeiten auf ihre Rentenansprüche ange­rechnet wurden, dass sie selbst­verständlich Arbeitslosen- und Kindergeld beziehen konnten und auch nicht um einen Sprachkurs kämpfen mussten, weil dieser obligatorisch war. Mit gutem Recht durften sie als deutsche Staatsbür­ger diese Leistungen für sich in Anspruch nehmen – und haben mit sehr viel Fleiß und Disziplin er­reicht, dass sie sehr schnell auf die eigenen Beine kamen. Dennoch: Es gibt genügend unter ihnen, welche die ihnen gewährten Leis­tungen nicht vergessen haben und dafür dankbar sind. Dass dann nach der Wiedervereinigung und dem zunehmenden Zuzug nicht­deutscher Familienmitglieder ab Mitte der 90er Jahre die gesetzli­chen Grundlagen noch von der „Regierung Kohl“ entsprechend verändert wurden, und diese Zu­wanderer dann nicht mehr in den Genuss dieser Leistungen kamen, bleibt selbstverständlich unbestrit­ten.
Ja, die Prozentpunkte für die AfD waren bei der letzten Landtagswahl im Haidach sehr hoch. Keine Frage. Dennoch: Weit mehr als die Hälfte der Haidacher haben eben nicht die AfD gewählt. Nur sieben Monate lebten knapp 40 Flüchtlinge und Asylsuchende ganz am Rande des Stadtteils. Sie haben hier eingekauft, einige von ihnen besu­chten das Bürgerhaus, nahmen am Kinderferienprogramm der ev. Haidachgemeinde und des Bürger­hauses teil, oder feiern in den Kirchen Gottesdienste mit. Nega­tive Vorfälle sind nicht bekannt. Nicht allzu viele Bewohner auf dem Haidach sind mit ihnen überhaupt in Berührung gekommen. Aber es gab und gibt doch einige, die sich für diese Menschen engagieren. Auch dies gehört zur Wirklichkeit unseres Sozialraumes.
Eine oberflächliche Berichterstat­tung, die immer dieselben Kli­schees und Muster bedient, hilft uns in unserem Stadtteil nicht weiter. Im Gegenteil: Mühsam erarbeitetes Miteinander wird be­droht und Konflikte von außen hereingetragen. Etwas mehr Sach­lichkeit tut not!“
Unterzeichner in alphabetischer Reihenfolge:
Dr. Jörg Augenstein (Bürgerverein),  Barbara Baron-Cipold (Bürger­haus), Micaela Constantin (Kath. Gemeinde St. Elisabeth), Rolf Constantin (Stadtrat), Angelika Haug-Göhring (Caritas Kinderhaus Wurmberger Str.), Jochen Gropp (ev. Haidachgemeinde), Elisabeth Hauth (St. Elisabeth), Gisela Knöl­ler (KiTa St. Hedwig), Wolf-Dietmar Kühn (FSV Buckenberg), Georg Lichtenberger (Kath. Gemeinde St. Elisabeth), Waldemar Meser (El­terinitiative Buckenberg-Haidach-Hagenschieß), Ute Schmidt (KiTa St. Martin Tiergarten), Monika Schröpfer (KiTa St. Elisabeth Tannenweg), Markus Schütz (St. Elisabeth), Silvia Senn (KiTa Neu­haidach), Bernhard Würfel (ev. Buckenberggemeinde)


Das Bürgerhaus Buckenberg-Haidach/Mehrgenerationenhaus Pforzheim möchte eine Plattform für Hobbykünstler und Hobbyhand­werker bieten.
Gesucht werden Menschen, die ihre Arbeiten vorstellen möchten. Dazu gehören z.B. Basteleien, Schnitzen, Körbe flechten, Stri­cken, Tüfteln, sonstiges Handwer­ken, Malen usw.
Möglich ist auch ein regelmäßiges Treffen der Hobbykünstler. Auch ein Hobbykünstlermarkt z.B. vor Weihnachten kann daraus entste­hen.
Interessierte bitten wir sich im Bürgerhaus zu melden.
Kontakt: Tel.: 07231-67800, oder kontakt@buergerhaus.net


Vom 4.10. – 24.11.2017 ist die Hauptstelle der Stadtbibliothek in der Deimlingstr. geschlossen.
Die Filiale Buckenberg-Haidach im Bürgerhaus erweitert deshalb seine Öffnungszeiten vom 4.10.2017 – 14.11.2017.
Dienstag und Donnerstag 
14 – 18 Uhr
Mittwoch und Freitag     
10 – 18 Uhr


(pm) Aufgrund von Baumaßnah­men in der Gesellstraße wird bis voraussichtlich Montag, 20. No­vember, die Buslinie 6 in beiden Richtungen über die St.-Georgen-Steige, Holzgartenstraße, Altstäd­ter Brücke und Altstädter Kirchen­weg umgeleitet. Bedingt durch die geänderte Linienführung werden die Haltestellen „Hochschule für Gestaltung“ und „Klinikum Pforz­heim“ in umgekehrter Richtung angefahren. Die Haltestellen „Ge­sellstraße“, „Flößerviertel“ und „Altstädter Brücke“ entfallen auf der Linie 6. Fahrgäste werden gebeten, in dieser Zeit auf die Haltestellen „Wurmberger Straße“, Hochschule für Gestaltung“, „Klini­kum Pforzheim“ und „Waisenhaus­platz“ auszuweichen.
Infos zu Fahrplan unter:
www.pforzheimfaehrtbus.de

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